• Stephan Busch

Wird Service noch geschätzt?



Im Moment befinden wir uns in einer Krise. Viele Leute nehmen alle Nachrichten so ernst, dass sie in Panik geraten und hoffen, dass 100 Rollen Toilettenpapier das Problem lösen. Medien und Regierungen spielten es zuerst zu sehr herunter und gerieten dann in Panik. Andere bleiben ruhig und glauben dem Wort der Bundeskanzlerin Angela Merkel (im März), dass ohnehin 70% der Bevölkerung infiziert werden. Also - warum sich Sorgen machen? Lassen Sie uns den Meterabstand zwischen Personen einhalten - ich hätte nichts dagegen, wenn weniger oder mehr -, aber wenn sich die andere Person dadurch besser fühlt, ist dies bereits ein Fortschritt.


Wenn eine Maske sein muss - muss es eben sein. Das mit dem Wichtigen Lächeln im Service müssen wir wohl mal vergessen.


Service?

Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt an Service denken, sollten wir alle erkennen, dass wir Service für selbstverständlich halten. Etwas, das da ist - etwas, das wir verdienen - ein Teil unseres Lebens. Der nette Kellner in unserem Lieblingsbistro - die Verkäuferin beim Metzger, die uns erkennt - die Krankenschwester, die uns beruhigt, wenn wir Angst vor der kommenden Spritze haben.


Plötzlich sind sie weg! Der Kellner, der Ihren Kaffee in Ihr Lieblingsbistro gebracht hat, ist weg und das Bistro ist geschlossen. Ein wenig Zombieland.


Die Krankenschwester im Krankenhaus arbeitet immer noch, der Hausmeister kümmert sich immer noch ums Haus, der Arzt macht so viele Überstunden wie vorher, ohne dass wir es bemerkt haben. Wir erwarten das. Und wir brauchen es jetzt!


Danke Herr Minister

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte in einer Erklärung, dass wir alle daran denken sollten den Krankenschwester ein Lächeln zu schenken! Wir alle sollten es tun, aber er ist es nicht, der es uns das sagen. Vom Gesundheitsminister ist es ein Schlag ins Gesicht all dieser hart arbeitenden Krankenschwestern, Ärzte, Betreuer und Helfer und aller Krankenhausangestellten. Er ist jetzt ihr Chef! Er sollte ihre Gehälter verdoppeln und steuerfrei machen. Wie sein Gehalt!


Jens Spahn - Bundesgesundheitsminister ohne Ahnung von seinem Ministerium, bekommt 15311 Euro im Monat steuerfrei ist. Eine Krankenschwester geht mit weniger als 2000 nach Hause. Der Betreuer kann nur vom Gehalt der Krankenschwester träumen. Mehr als 13.000 Euro Differenz? Und das akzeptieren wir?


Verdoppelt die Gehälter

Jahrzehntelang werden sie schlecht bezahlt und kümmern sich immer noch um uns! Während Politiker ihre Gehälter enorm und völlig außer Kontrolle erhöhen. Warum verdoppeln Sie nicht jetzt die Gehälter für all diese hart arbeitenden Menschen - befreien Sie sie von Steuern wie MacDonalds, Starbucks, Mercedes, Aida, Carnival Cruises? Das war einfach . Sie verdienen es! Und wir werden sie in Zukunft genauso brauchen wie jetzt. Diese großen Kooperationen? MacDonalds, Starbucks, Boing? Wir brauchen sie nicht! Die Minister? Wir brauchen sie auch nicht! Sie haben uns ausverkauft! Wir brauchen die Köchin, die Kellnerin und alle anderen Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Service verdienen.



Autor: Stephan Busch, Akademischer Direktor an der Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften Moskau RGGU, der Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe und der Swiss International University, erwarb sein Master-Zertifikat in Hospitality Management an der Cornell University, USA. Er verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Inbetriebnahme, Geschäftsentwicklung und Serviceschulung für Hotel- und Kreuzfahrtunternehmen in Asien, Europa, Kanada und Russland.

www.itsjusthotelsservice.com, contact@itsjusthotelsservice.com


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© 2017 by Stephan Busch