• Stephan Busch

Russland ohne Internationale Touristen



Im zweiten Jahr der Pandemie hat Russland für viele Länder die Grenzen wieder geöffnet. Bis der Tourismus wieder die Zahlen von vor der Pandemie erreicht wird es aber noch dauern. Das hat natürlich Vorteile und Nachteile aber Russland ist besser aufgestellt als die Europäischen Nachbarn um mit vielen dieser Probleme umzugehen.


Besonders Tourismus Magneten wie St. Petersburg fühlen die Einschränkungen im Tourismus.


„Knapp 8,2 Millionen Touristen hieß Sankt Petersburg letztes Jahr (2018) willkommen, Damit waren es 700 000 mehr Besucher als im Vorjahr, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung des Pressedienstes der Stadtregierung.

“2018 besuchten 8,2 Millionen Menschen die Stadt, darunter 3,9 Millionen ausländische und 4,3 Millionen russische Touristen. Die Zunahme der Reisenden in Sankt Petersburg betrug im Jahr 2018 9,3 Prozent verglichen mit dem Jahr 2017”, heißt es in der Meldung.“

Russia Beyond


Die nur auf Tourismus fixierten Unternehmen traf es natürlich am härtesten. Tour Unternehmen aber auch Restaurants und Hotels die eine wichtigen Rolle spielten sind damit fast 2 Jahre ohne Einkommen oder mit sehr geringem da der Inland Tourismus ein wenig ausgleichen konnte. Kreuzfahrtschiffe sind komplett ausgefallen und bis der Flugverkehr wieder die alten Zahlen erreicht wird es lange dauern.


Durch die Finanzkrise und die Sanktionen ist Russland aber Krisen gewöhnt und kann sie besser verarbeiten. Die Sanktionen haben dazu geführt das Russland vieles selber produziert was vorher importiert wurde. Große – vor allen Dingen Europäische - Firmen haben sich in den letzten Jahren vermehrt in Russland angesiedelt was dazu führte das mehr direkt in Russland investiert wurde, Arbeitsplätze zu tausenden in Europa verloren gingen und in Russland entstanden.


Für Touristen hat Russland viel zu bieten und die Krise die nicht zu einem Wirtschaft zerstörenden Lockdown geführt hat kann weit besser verarbeitet werden.


So kann man im Moment ein wenig ruhiger die Touristen Attraktionen bewundern und muss sich wohl erst nächstes Jahr wieder mit Millionen Touristen die Stadt teilen.


„Bei den Herkunftsländern führten dabei mit großen Abstand die Chinesen die Tabelle an (1,3 Millionen), gefolgt von den Deutschen (451.467), den Südkoreanern (342.308) und Amerikanern (227.656).“


Europa wird es schwerer haben da die Folgen für Tourismus, die verschleppten Pleiten erst noch zum Vorschein kommen werden. Langsam öffnet auch Europa wieder wobei Deutschland wohl das Schlusslicht bildet und den meisten Schaden sich selbst zugefügt hat. Wo in Russland die Regierung reagiert hat aber besonnen geblieben ist und beruhigt hat, setzt die Deutsche Regierung auf Angst und Panik. Dies hat dem Tourismus, der Gastronomie und Hotellerie schwer geschadet. Welcher der Richtige Weg war kann man schwer sagen – wem es am meisten geschadet hat kann man aber jetzt schon erkennen.



Autor: Stephan Busch, Akademischer Direktor an der Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften Moskau RGGU, der Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe und der Swiss International University, erwarb sein Master-Zertifikat in Hospitality Management an der Cornell University, USA. Er verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Inbetriebnahme, Geschäftsentwicklung und Serviceschulung für Hotel- und Kreuzfahrtunternehmen in Asien, Europa, Kanada und Russland.

www.itsjusthotelsservice.com, contact@itsjusthotelsservice.com


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