• Stephan Busch

Politik gegen Hotellerie und Gastronomie. Und wir gegen uns!



Eine Erholung nach zwei Jahren oft sinnfreien Corona Maßnahmen (wie die Zahlen wohl heute belegen) hätten vor allen die Angestellten und auch die vielen Teilzeitkräfte in Hotellerie und Gastronomie verdient doch wie es scheint hält die Politik dagegen. Wir müssen allerdings zugeben das wir uns selbst seit Jahrzehnten in den Fuß schießen.


Frieden ist das Wichtigste

Die Vernachlässigung des Personals durch große Ketten aber auch selbstverliebte Hoteliers rächt sich jetzt und dann noch ein bewaffneter Konflikt in Europa ist wohl das schlimmste was uns passieren konnte. Frieden ist wohl das wichtigste Gut nur scheinen Politiker weltweit das vergessen zu haben. Am schlimmsten ist es für die Menschen die direkt betroffen sind aber auch alle anderen leiden unter den Folgen und werden noch mehr leiden müssen.


Hotellerie, Gastronomie und Tourismus sind ein Zeichen von Frieden. Aber Frieden ohne Wohlstand ist nie von Dauer.

https://www.itsjusthotelsservice.com/post/2019/02/15/service-or-war-a-golden-age-of-amazing-service-or-civil-unrest-how-universal-basic-income


In der Hotellerie ist das kein Problem das erst seit Corona existiert sondern seit Jahrzehnten langsam immer schlimmer wurde. In Gastronomie wurde viel und Rücksichtslos ausgenutzt und wir haben uns ausnutzen lassen ohne zu protestieren. Jetzt kommen mit enormen Preissteigerungen für Lebensmittel, Energie und einer Verteuerung von allen Gütern des täglichen Lebens viele Menschen an Ihre Grenzen. Renten reichten schon vor der Krise bei vielen Menschen nicht zum Leben nur werden es schnell immer mehr und auch viele Arbeitsstellen zahlen nicht mehr genug um die Preissteigerungen auszugleichen. Wer kann sich da noch leisten in ein Restaurant zu gehen oder auch nur Kaffee und Kuchen zu genießen? Die Anzahl unserer Gäste nimmt genauso schnell ab wie die Anzahl der Menschen die noch willig sind in der Gastronomie zu arbeiten. Ist das dann damit ausgeglichen? Nein - da die Anzahl der Menschen ohne Einkommen nicht abnimmt sondern steigt.


Die steigenden Preise auf die Gäste Rechnung umzuschlagen und gleichzeitig die Gehälter in der Gastronomie enorm zu erhöhen wie von einigen Verbänden vorgeschlagen kann nur als Witz bezeichnet werden. Die Currywurst für 50 Euro (diesmal ohne Gold drauf) wird sich wohl niemand bestellen.


Vieleicht die wenigen die richtig reich geworden sind. Das Sanktionen uns genauso wehtun oder vielleicht sogar noch mehr als denen für die sie gedacht sind scheint Politiker nicht klar zu werden. Rohstoffe und Produkte werden noch immer weiter verkauft nur mit anderen Tricks und somit bewirken die Sanktionen nur das die Mittelklasse in Europa ruiniert wird. Das sind auch Hotellerie und Gastronomie Unternehmen, deren Angestellte und viele von denen die es sich früher leisten konnten unsere Gäste zu sein.


Die wirklich reichen Unternehmen unterlaufen die Sanktionen schon längst wie dieser interessante Artikel am Beispiel Öl erklärt:


“Wie der Westen heimlich Russisches Öl kauft” Manager Magazin 23.04.2022

https://www.manager-magazin.de/politik/oel-aus-russland-wie-der-westen-heimlich-russisches-oel-kauft-a-ad542801-3781-4215-8e4f-1e826c87575d


Der Tourismus stark beeinträchtigt sind auch Geschäftsreisen im Tiefflug und werden sich - wenn überhaupt nur langsam erholen.


„Bei fast jedem zweiten Unternehmen finden nur noch bis zu 25 Prozent der Geschäftsreisen statt.

Bei jedem dritten Unternehmen sind es sogar nur bis zu zehn Prozent. Jedes zweite Unternehmen ist zudem davon überzeugt, dass die Auswirkungen der Pandemie von Dauer sind und die Geschäftsreisen um bis zu 30 Prozent abnehmen werden.“

tageskarte.io Maerz 2022


Also wird sich die Erholung noch lange hinziehen. Hoffentlich aber in Frieden!



Autor: Stephan Busch, für viele Jahre Akademischer Direktor an der Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften Moskau RGGU, Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe und der Swiss International University, erwarb sein Master-Zertifikat in Hospitality Management an der Cornell University, USA. Er verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Inbetriebnahme, Geschäftsentwicklung und Serviceschulung für Hotel- und Kreuzfahrtunternehmen in Asien, Europa, Kanada und Russland.

www.itsjusthotelsservice.com, contact@itsjusthotelsservice.com

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