• Stephan Busch

Das Kreuzfahrt Debakel. Geimpft oder besser nicht?



Endlich wieder Kreuzfahrten? Da freuen sich nicht nur Gäste drauf sondern am meisten wohl das Personal nach fast 2 Jahren ohne Einkommen – viele ohne soziale Auffangnetze und Einkommens Ausgleich – von vielen Kreuzfahrtlinien im Stich gelassen wie besonders die Verhaltensweise von Carnival, Norwegian und Royal Caribbean gezeigt hat.


Jetzt kommt das Impf Debakel

Sollen alle Gäste und alle Crew geimpft sein? Die Pharma Industrie wird dieses als erstes bejahen gefolgt von Politikern die sich mit Pharmageldern die Taschen gefüllt haben Dank Corona. Nur hier fängt das Dilemma für die Kreuzfahrtfirmen an. Wie stark wollen wir unseren Markt einschränken? Allein 50% Prozent der Amerikaner sind nicht geimpft oder nicht voll ständig. Der Russische Markt sehr klein aber finanziell so stark wie der Südamerikanische bietet nur 5% Prozent geimpfte an. Die Milliarden Asiatischen Gäste? Wollen wir die alle aussperren?


Geimpfte Gäste oder alle Gäste?

Großspurig hatten viele Kreuzfahrtfirmen schnell verkündet das sie nur geimpfte Gäste an Bord lassen wollen. Nachdem gemerkt wurde das dieses doch den Markt erheblich schrumpfen lässt machen die ersten Rückzieher. In diesem Artikel sind die up to date Impfideen der Firmen aber wenn es an das Geld geht werden sich noch sicher einige flexibel zeigen so wie es andere schon tun.


Geimpftes Personal oder besser nicht?

Das wird schnell als böses Eigentor erkannt werden auch wenn einige smarte Cruiseline Manager das jetzt als Gebot der Stunde sehen. Schon 2020 bei Beginn der Corona Krise haben sich die am Besten qualifizierten, flexibelsten und Erfahrensten aus allen Bereichen der Hochsee und Fluss Kreuzfahrten nach anderen Einkommensquellen umgeschaut und sie auch gefunden. Die Nicht oder Minder qualifizierten werden Schlange stehen für einen Job der jetzt weniger bezahlt aber genauso anstrengend ist. Die Qualität wird den Bach runter gehen. Die Kosten die entstehen, wenn man unqualifiziertes und unerfahrenes Personal beschäftigt werden die Firmen noch jahrelang verfolgen und viel kosten. Die Gastronomie und Hotellerie beschweren sich jetzt schon das qualifizierte Personal nicht zurückkommt. Jetzt noch einen Impfzwang drauflegen? Die Profis werden lachen und wegbleiben.


Dazu kommt noch das die EU mit dem Europarat offiziell Diskriminierung von Ungeimpften verboten hat und damit die Grundlage für Klagen gegen Firmen die geimpften Gäste und Besatzung verlangt sicher gelegt hat.


„Impfung NICHT verpflichtend“: Europarat verbietet die Diskriminierung von Ungeimpften

Deutsche Wirtschafts Nachrichten 6.02.2021

28.03.2021 23:04

In Hannover sollten eigentlich 600 Ärzte sowie Praxispersonal geimpft werden. Doch es sind nur 200 von ihnen erschienen. Auffällig ist, dass ausgerechnet auffallend viele Ärzte eine Corona-Impfung ablehnen.

DEUTSCHE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN


Sollte das nicht auch stutzig machen?



Also Impfen oder nicht?

Das sollte jedermanns persönliche Entscheidung sein. Wenn der Mannschaftsarzt der Deutschen National Mannschaft für die EM die jetzt stattfindet das Impfen verbietet, weil die Gefahr der Nebenwirkungen zu groß ist werden sich einige Gedanken machen. Allerdings – findet man das in der Deutschen Presse kaum. Ist auch besser – weniger Gedanken entspannen.


Corona-Impfungen "zu gefährlich" – Deutscher EM-Kader soll vor Nebenwirkungen geschützt werden

Der Teamarzt der deutschen Mannschaft will aber keine Impfungen seines Kaders. Er sieht dies angesichts möglicher Nebenwirkungen als "zu gefährlich" an.


München (SID) - Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird es vor der EM laut DFB-Direktor Oliver Bierhoff "keine geschlossene Impfung" gegen das Coronavirus geben.

Oliver Bierhoff: DFB: Keine geschlossene Impfung für EM-Kader (msn.com)

11.5.2021 MSN.com


Wie reagieren die Firmen heute? (Morgen kann das schon ganz anders aussehen)


Gestern erklärte die Geschäftsführerin von Carnival Cruise Line, Christine Duffy, dass ihre Kreuzfahrtlinie keine COVID-19-Impfung für Gäste vorschreibt. Die Kommentare wurden während eines Fernsehinterviews mit Lester Holt von NBC (der erste Rückzieher) gemacht.

Am 21. Januar kündigte Saga Cruises mit Sitz in Großbritannien an, dass alle Passagiere zwei Wochen vor einer Reise vollständig gegen COVID-19 geimpft werden müssten. Aber nicht die Crew.


Royal Caribbean erwarte, dass seine Besatzungsmitglieder den Impfstoff vor der Rückkehr zur ersten Reise erhalten, sagte ein Sprecher dem Insider. Sowohl Besatzungsmitglieder als auch Gäste über 16 Jahre müssen gegen COVID-19 geimpft werden

Am 18. Februar erklärte Crystal Cruises, dass Gäste beide Dosen des COVID-19-Impfstoffs mindestens 14 Tage vor einer Kreuzfahrt erhalten müssten. Die Kreuzfahrtlinie erfordert unter anderem auch ein negatives Coronavirus-Testergebnis von Reisenden und Besatzungsmitgliedern.


Norwegian Cruise Line und ihre Regent Seven Seas Cruises haben coVID-19-Impfstoffanforderungen für Besatzungsmitglieder vor dem Boarding angekündigt. Die Kreuzfahrtlinien "erkunden jedoch nach wie vor alle Optionen" in Bezug auf die Impfanforderungen für ihre Gäste.


Richard Bransons Kreuzfahrtlinie für Erwachsene, Virgin Voyages, hat angekündigt, den COVID-19-Impfstoff sowohl für Gäste als auch für die Crew verbindlich zu machen.

Am 17. März kündigte P&O Cruises – im Besitz von Carnival Corp – eine Ultimate Escape Cruise-Kollektion im Sommer an, die entlang der britischen Küste fahren wird. Die Kreuzfahrten werden jedoch nur für Einwohner des Vereinigten Königreichs verfügbar sein, die mindestens sieben Tage vor der Reise vollständig gegen COVID-19 geimpft wurden.(Crew – nicht?)


Cunard wird von Juli bis Oktober wieder mit Kreuzfahrten durch Großbritannien an Bord des Queen Elizabeth Schiffes segeln. Erwägen Sie jedoch nicht, eine Reise zu buchen, es sei denn, Sie sind in Großbritannien ansässig, der gegen COVID-19 geimpft wurde.(Crew nicht?)

Business Insider Brittany Chang



Autor: Stephan Busch, Akademischer Direktor an der Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften Moskau RGGU, der Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe und der Swiss International University, erwarb sein Master-Zertifikat in Hospitality Management an der Cornell University, USA. Er verfügtgt über vielfältige Erfahrungen in der Inbetriebnahme, Geschäftsentwicklung und Serviceschulung für Hotel- und Kreuzfahrtunternehmen in Asien, Europa, Kanada und Russland.

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