• Stephan Busch

Das Park Hotel Bremen – immer noch einen Besuch wert


Vom Privathotel zur Kette

Seit das Park Hotel in Bremen 2013 von der Dorint gruppe übernommen wurde liest man oft Kritik über Küche, Service und Instandhaltung. Zu recht oder unrecht? Es gibt immer etwas zu kritisieren und der Beruf des Kritikers – schlimm genug die Bezeichnung – konzentriert sich nun mal meist auf das negative. Das Park Hotel Bremen ist ein wunderbar gelegenes Gebäude und eines der Grand Hotels in Deutschland und hätte es sicherlich verdient ein Privat Hotel zu bleiben nur haben die vorherigen Besitzer und Manager es leider bis in die Insolvenz vernachlässigt. Eine Hotelkette wie Dorint hat auch Vor – und Nachteile nur sollte man als Gast der das Hotel besuchen möchte das beachten was einem ein Grand Hotel zu bieten hat. Die Ausstrahlung hat das Hotel noch immer, die Zimmer sind großzügig und das Restaurant und besonders die Terrasse zum See hin sind immer einen Besuch wert. Auch das Frühstück kann man nur empfehlen. Ja es muss investiert werden, aber das lässt sich alles auch nicht schnell erledigen bei einem so anspruchsvollen Gebäude. Bei einem Grand Hotel sind es aber vor allen Dingen die Menschen die dort arbeiten die den Unterschied machen.

Der Maitre

Das Park Hotel hatte mit „Sir“ Henri Precht einen der Besten Maître Hotels der das Hotel Jahrzehnte lang geprägt hat und viele Gäste an das Hotel gebunden hat. Sein verdienter Ruhestand und der Besitzerwechsel vielen fast zusammen und machten es den Gästen nicht leicht treu zu bleiben. Für das Personal war es bestimmt noch schwieriger. Wenn man den Reden von den CEO’s der Großen Hotelketten zuhört wird immer wieder von persönlichem Service, der Gast Erfahrung und der wichtigen Rolle des Personals gesprochen. Ganz ernst nehmen kann man das leider nicht da es selten umgesetzt wird und oft kommen so wunderbare Wörter wie „Mass personalization“ – also persönlicher Service für Massen von Gästen (CEO Nasetta HILTON Hotels) dabei raus das man schon die Augenbrauen hochzieht.

Auf das Personal kommt es an

Mit Karsten Kenneweg hat Dorint zumindest einen fähigen international Erfahren Hotelier eingestellt der das Park Hotel kennt und auch noch aus der Umgebung Bremens kommt was auch wichtig ist da viele CEO’s zu Recht die Bedeutung des lokalen Flairs predigen. Sicher sieht er mehr als so mancher Kritiker muss sich allerdings bestimmt an die Grenzen halten die Hotelketten Ihren Managern auflegen. Der Nachteil bei Hotelketten ist oft , und wahrscheinlich bei Dorint auch, das der kurzfristige Finanzielle Erfolg über allem steht. Personal muss billig sein und wenn die Zahlen ein wenig abrutschen ist in Hotels das erste voran immer gespart wird das Personal. Das ist ungefähr so sinnvoll wie wenn eine Fluglinie die Piloten und Mechaniker streichen würde. Das Top Management in Hotelketten kommt heutzutage aber meist aus der Buchhaltung und das merkt der Gast in vielen Hotels. Erfolgreiche, echte Grand Hotels müssen aber auf lange Zeit finanziert werden. Dafür fehlt in unserer heutigen Zeit nicht nur das Geld sondern oft auch das Gefühl in den Managment etagen.

Das Frühstück ist vom Essen und der Atmosphäre nur zu empfehlen und auch hier hat das Hotel mit Simone Forner zum Glück auch noch ein bekanntes Gesicht, einen wertvollen Mitarbeiter und eine Fachkraft die Stammgäste kennt und seit vielen Jahren von Ihnen geschätzt wird.

Es gibt sicher noch viel zu entstauben im Park Hotel aber sie arbeiten daran und das trifft auf die gesamte Hotellerie zu wo jeder sich über den Service beschwert aber die Besitzer , Ketten und auch Privat, nicht in das Personal investieren. Wo früher Service Kräfte geschult und weiter gebildet wurden werden heute Aushilfen und billig Firmen beauftragt um den schnellen Profit zu machen. Das wäre mal eine Kritik wert!


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